Donnerstag, Januar 22, 2009

Pfeifen aus dem letzten Loch

Seit Dienstag kommt und geht meine Stimme. Heute war ich wieder in der Schule und weg war sie. Sie hat mich einfach im Stich gelassen. Trinke Salbeitee ohne Ende, mit Honig, versteht sich. Scheint aber nicht zu helfen. Mache mich gerade schlau, was Halswickel angeht. Vielleicht probier ich das noch vor dem Zubettgehen aus. Das finde ich ein bisschen besser als Cognac mit Ei.


So sehen übrigens die Riesenmikroben zu meiner aktuellen Krankheit aus:

Dienstag, Januar 13, 2009

Die Unmöglichkeit eines Referendargehalts

Seit fast einem Jahr befinde ich mich in meiner persönlichen Finanzkrise. Das mickrige Gehalt, das mir mein Arbeitgeber jeden Monat überweist, reicht vorne und hinten nicht. Ich trage so viel Verantwortung in meinem Job und erhalte dafür keinerlei Ausgleich. Mal ganz davon abgesehen, dass Vertretungsstunden an der Tagesordnung stehen, sie offiziell nicht abgeleistet werden dürfen, aber man seine Schule nicht hängen lässt.
Auch wenn ich manchmal schon mittags zu Hause bin, ich sehe total abgekämpft aus und brauche ganz viel Schlaf. Den kriege ich nicht, da ich jede freie Minute Unterricht oder Unterrichtsbesuche, Beratungsgespräche oder Seminarsitzungen, Examensarbeiten oder weiß der Teufel was vorbereite. In meiner eigentlichen Freizeit bin ich dann so fertig, dass man mich als Sozialkontaktperson total vergessen kann.
In den Weihnachtsferien habe ich sieben extra Stunden an der Auswertung der Hamburger Schreibprobe gesessen und mich gefragt, wieviele unterschiedliche Diagnosetools ich im nächsten Jahr noch kennenlernen und für unsinnig befinden werde. Zwei ganze Male habe ich es geschafft, feiern zu gehen, so wie in alten Zeiten. Denn Ausgehen steht seit Februar 2008 nicht mehr auf meiner Prioritätenliste, zu viele andere Dinge zu tun und finanziell nicht möglich.
Zu Beginn des Referendariats hatte ich die tolle Idee etwas für meine Altersvorsorge zu tun; Riester, Vermögenswirksame Leistungen, Bausparen, Ansparplan und wie sie alle heißen, diese Belastungen belasten monatlich nicht nur mein Konto sondern auch mein Gewissen. Ich habe mich bereits damit abgefunden, dass ich noch ein ganzes Jahr in ollen Klamotten rumlaufen werde, aber damit, dass mein Freund mir wöchentlich den Kühlschrank füllt und die Eltern die Stromrechnung zahlen überhaupt nicht. Das schlechte Gewissen und das Soll auf meinem Konto wachsen stetig an.
Mir graut es schon vor der Stromabrechnung vom letzten Jahr, denn passend zu meiner Situation musste ja alles teuer werden und der Winter so gemein kalt. Ich bin im letzten Jahr zum absoluten Heizungs-Strom-Getränke-Geizkragen mutiert. Konkret bedeutet das, geheißt wird nur dann, wenn man den Atem in der Wohnung sehen kann, nachts und wenn ich nicht da bin bleibt sie ohnehin aus. Licht? Geht auch ohne, die Sonne geht ja immer später unter. Stand-By ist mein persönlicher Feind. Wasser, geht auch aus dem Hahn.
Ehrlich gesagt habe ich mir so ein Leben als Akademiker nicht vorgestellt. Ich bin sehr gefrustet und habe keine Idee, was ich tun könnte um diesem Teufelskreis zu entkommen. Nebenjobs sind in meinem beruflichen Metier nicht so gerne gesehen.

Sonntag, Januar 11, 2009

enjoying the cold together






Eigentlich wollten wir unbedingt rodeln. Wir haben uns aufgemacht um in Köln einen Schlitten zu kaufen. Spielzeugladen - Fehlanzeige, Baumarkt Nr. 1 - Fehlanzeige, Baumarkt Nr. 2 Fehlanzeige, Gartencenter - Fehlanzeige, Baumarkt Nr. 3 - Fehlanzeige. Na toll, die sind schon seit es hier so viel geschneit hat ausverkauft. Wir sind sehr enttäuscht. Trotzdem lassen wir uns eine Rutschpartie auf dem zugefrorenen Aachener Weiher nicht entgehen. Ich gebe mir auch allergrößte Mühe, die dicken Risse in der Eisschicht zu ignorieren. Wir kommen auch heil wieder runter.