Samstag, Mai 20, 2006

Vom Glück, sich zwischen Inseln zu verlieren

Venedig hat eine magische Wirkung auf mich. Obwohl es noch fast einen Tag dauert bis ich fliege, hat sie mich schon jetzt in ihren Bann gezogen. Ich kann schon fast das Schaukeln auf dem Vaporetto fühlen. Ich male mir seit Tagen aus wie es sein wird. Vom Piazzale Roma aus den Königsweg in die Stadt zu nehmen, über den Canale Grande und überwältigt sein vom wahnsinnigen Eindruck den die Stadt wieder auf mich machen wird. Sie ist die Stadt der Städte, von Wasser umspült. Nirgendwo sonst verspüre ich eine solche Ruhe und Ausgeglichenheit. Ich will mich verlaufen, an der Rialtobrücke Rotwein trinken und somit den Alltag für ein paar Tage vergessen.

Yet another concert

Das Wochenende steckt mir zwar noch immer in den Knochen, aber das Konzert von Phoenix findet nicht ohne mich statt. Wir stehen um halb sieben vor dem Alten Wartesaal in Köln, besser gesagt auf der Treppe vorm Dom und das ziemlich weit oben. Um acht ist Einlass und je weiter die Zeit voran schreitet, desto mehr leute stellen sich an, drängeln sich vor und zerquetschen andere. Das Konzert ist umsonst und das Aggressionspotenzial dementsprechend hoch. Wir schaffen es trotzdem rein, wir sind zwar ein bisschen geschwächt weil unsere Nasen eine Stunde lang auf Höhe fremder, sehr produktiver Achselhöhlen ausharren mussten, aber trotzdem schaffen wir es ganz nach vorne. Die Juns lassen nicht lange auf sich warten (nimm dir mal ein Beispiel daran, Pete!) und wir sind ganz verzückt ob der guten Optik (Pete, das wird nix mehr bei dir) und der Musik. Die Stimmung ist klasse und alle haben Spaß. Falls die also mal in eurer Nähe spielen, lasst es euch nicht entgehen (www.wearephoenix.com).

Montag, Mai 15, 2006

Babyshambles (Teil 2) - Gut, dass wir keine Fans sind!

Da muss ich wohl sofort mit der Wahrheit raus. Das Konzert war richtig schlecht. Die Band ist ein Haufen Trottel und Pete ist der Trottel-König. Man hat ihn kaum verstanden und zusätzlich hat er auch noch das Publikum angepöbelt. Das hat uns aber nicht davon abgehalten ein bisschen in den ersten Reihen zu rocken. Je weiter wir nach vorne gesprungen sind, desto wärmer wurde es, die Luftfeuchtigkeit erhöhte sich und die Leute stanken immer mehr nach Schweiß. Um uns rum blutige Nasen und vor uns Idioten! Meine Zehen sahen danach nicht so gut aus, aber das ist Rock´n´Roll. Wirklich angekommen sind auch nur die Songs von den Libertines. Nach einer Stunde war die schlechte Show dann zu Ende. Wir hatten die Nase voll und sind sofort gegangen. Später hat uns dann jemand erzählt, dass die Zugabe nach mehr als einer Stunde erfolgte. So ist das halt, irgendwann findet man seine Venen nicht mehr so leicht. Ein Fan wollte mich dann noch davon überzeugen, dass er doch immerhin sehr berührende Texte schreibt. Stimmt, "Fuck forever" ist so tiefgreifend und ich muss immer weinen wenn ich den Song höre.
Somit waren wir um zehn schon wieder in der Stadt und trotz allem in Feierlaune. Und was haben wir wieder gefeiert. Zur Zeit fühle ich mich wie mit 16 und das macht riesig Spaß.
Belle & Sebastian war übrigens ein ganz tolles Konzert, die Musik war toll, die Stimmung gut und die Band total nett.

Donnerstag, Mai 11, 2006

Babyshambles (Teil 1)

Ich hatte mich doch so sehr auf das Konzert gefreut. Aber ehrlich gesagt hat es mich nicht sonderlich überrascht, dass sie dann doch nicht da waren. Claudi und ich mussten uns erst mal die Vorband schön und gut trinken, hat nicht ganz so geklappt, wie unser Plan das vorgesehen hatte. Da standen wir inmitten billiger Kate Moss und Pete Doherty Verschnitten. Und die blöde Band war noch in England. Gerockt haben wir trotzdem ganz ordentlich. Das Konzert soll am Samstag nachgeholt werden - ich bin mal gespannt. Heute geht es erst mal zu Belle & Sebastian! Und die kommen ganz sicher.
An der Uni bin ich schon seit vier Stunden, hab meine Decke mit und schön in der Sonne gegammelt. Gleich muss ich noch zur Mathe-Arbeitsmittelübung, was ein Spaß.