Freitag, November 28, 2008

Wie verwandelt

So kam mir heute meine Englischklasse vor. Sie waren der Oberknaller, zwei Stunden ganz produktiv gearbeitet, ganz ohne knatschen obwohl ich Sport gestrichen hatte. Dass die Klassenlehrerin bei gutem Benehmen hausaufgabenfrei versprochen hatte ist mir dabei ziemlich egal.

verknallt in elmo

Dienstag, November 11, 2008

Warst du schonmal krank vor Sorge?

Denn so ging es mir heute. Ganz langsam schleichen sich komische Gedanken in deinen Kopf. Du versuchst, dich selbst zu beruhigen, denn für alles gibt es ja eine logische und harmlose Erklärung, lässt aber trotzdem das Handy an und auf dem Lehrerpult liegen. Verstohlen guckst du immer wieder aufs Display. Spätestens heute Nachmittag meldet er sich, krieg erstmal die Konferenz rum. Vielleicht kochst du ja was für euch zum Abendessen?
Dann ist es aber schon 18.00 Uhr und du hast immer noch nichts gehört. Deine Anrufe bleiben unbeantwortet und dein Kopf fängt an zu arbeiten. Er war noch nie so unzuverlässig, er meldet sich doch immer. Da stimmt was nicht - denkst du dir und hast sämtliche infrage kommende Krankenhäuser binnen kürzester Zeit abtelefoniert. Nichts. Dir ist trotzdem schlecht und du übergibst dich. Vielleicht hatte er einen Unfall beim Mountainbiken im Wald und niemand hat es bemerkt? Deine Mutter hat dir doch gestern noch von diesem Typen berichtet, der sein Hobby querschnittsgelämt aufgeben musste.
Macht es dich stutzig, dass du kaum Freunde von ihm kennst? Du versuchst alle möglichen Tricks um die Familie zu erreichen. Dann der Anruf bei der Polizei. Dein Hals ist ganz trocken, Tränen laufen schon die ganze Zeit an den Wangen hinab, vom Schluchzen mal ganz abgesehen. Der Polizist ist sehr nett und versucht dich zu beruhigen. Er schickt eine Streife vorbei und ruft zurück, es macht niemand auf. Der wachsame Nachbar hat beobachtet, dass das Auto anders steht als gestern Abend. Der Polizist bietet an, später nochmal vorbeizuschauen, der Nachbar besitzt einen Schlüssel. Du hoffst so sehr, dass nichts Schlimmes passiert ist, weder mit ihm noch mit seiner Familie. Vielleicht musste er ganz schnell weg und hat sein Handy vergessen. Zur Sicherheit noch eine Email, du schreibst deine Nummern mit rein, falls er gerade keinen Zugriff darauf hat.
Warum hast du bloß solche Kopfschmerzen? Stimmt, seit heute Mittag hast du ja nichts mehr getrunken. Wäre jetzt eine gute Idee. Du lässt zum zigsten Mal sein Handy klingeln, versuchst es über Skype. Wieder nichts. Noch mehr Tränen. Jetzt ist es schon richtig spät und du hast aufgelöst mit deinen Eltern und deiner besten Freundin gesprochen. Was kannst du jetzt noch tun? Ruhig atmen. Vielleicht doch nochmal die Nummer des Nachbarn suchen und nach 23.00 dort anrufen. Nach gutem Zureden und Bekundung deiner absoluten Sorge rückt er Informationen zu den geparkten Autos und die Telefonnummer eines anderen Familienmitgliedes raus.
Du übergibst dich nochmal, hat perverserweise eine beruhigende Wirkung. Dann wählst du die Nummer des Bruders, auch dort kein Lebenszeichen. Ich frage mich, wem ich alles einen Blumenstrauß schicken muss, um mich für dieses nächtliche Theater zu entschuldigen. Dann die SMS: "Wow grad aufgewacht. Alles gut". Du verstehst die Welt nicht mehr. Sollst du weinen, schreien oder doch lieber nochmal kotzen?
Du weißt, dass jetzt ein Gespräch kommen wird, indem du erst ganz dreist belogen wirst und dann häppchenweise die Wahrheit serviert bekommst. Natürlich nicht die ganze.
Du bist wütend und weißt nicht, ob ihr nochmal telefonieren werdet.

Sonntag, November 09, 2008

Kommen und Gehen

Während wir darauf warten, dass das Baby meiner Cousine endlich das Licht der Welt erblickt, verlässt ein Teil der Familie diese Welt. Freud und Leid können so nah bei einander liegen, dass man manchmal gar nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll.

dedicated to my sleazy roommate from syd and the place she used to buy those great heels

a thing called mo having its own party


kölsche impressionen


Samstag, November 01, 2008