Mittwoch, Juli 25, 2007

The City At Night

Warum macht man manchmal Dinge, von denen man sich vorgenommen hat, es zu lassen? Wenn man es vorher eigentlich schon besser weiß. Weil es sich gut anfühlt! So bleibt man einfach die ganze Nacht wach, trinkt zu viel Wein und wartet auf Ideen, die die Nacht einem noch ins Ohr flüstern wird. Da fährt man mutig mitten in der Nacht durch den stockfinsteren Wald und dabei ist es doch schon so spät. Der nächste Tag interessiert nicht, das Aufstehen in ein paar Stunden erst recht nicht.
Aufstehen war gar nicht so schlimm, bin auch schon mit dem Rad durch die halbe Stadt gefahren, habe dabei über Steve Irwin nachdenken müssen, und jetzt muss ich nur noch sieben Stunden durchhalten.

Montag, Juli 23, 2007

There's a lot of things to do before you die

z.B. #1: Mit Isa auf den Flohmarkt gehen. Dort gibt es allerlei Nippes & Kram und man kann sich prächtig amüsieren. Es gibt Fahrräder ohne Bremsen, ältere Damen, die einem sagen was man denkt, und der ein oder andere große Bruder wird feilgeboten, zum Sonderpreis, weil die Vorderzähne fehlen Zum Mittagessen geht es über den Grüngürtel nach Ehrenfeld in die Küche. Später gucken wir uns noch ein bisschen auf der Körnerstr. um. Wir werfen einen Blick in den ein oder anderen Laden. Hier gibt es Altes und Neues, Selbstgebasteltes und Design, und noch ordentlich Kram obendrauf. Im wohnzimmer entdecke ich einen kleinen Button mit Colonius drauf. Sehr schön, ist mir aber mit 8 Euro zu teuer, habe auf dem Flohmark immerhin schon zwei Schützen- und einen russischen Orden erstanden.
z.B. #2: Zum Chillout-Frühstück mit Nina auf die Rheinterrassen. Wir entspannen vier Stunden und frühstücken extrem lecker. Im Tanzbrunnen nebenan ist ein Gothfestival und wir können aufgehübschte Goths angucken. Anschließend spazieren wir durch den Rheinpark und genießen den Sonnenschein.

Freitag, Juli 20, 2007

Montag, Juli 16, 2007

A sky full of shooting stars

Am Wochenende gab's zu Hause bei meinen Eltern einen klaren Sternenhimmel mit ganz vielen Sternschnuppen. Bin jetzt mit Wünschen für das ganze Jahr ausgerüstet. Ich musste an mein erstes Date mit meiner ersten großen Liebe zurück denken. Was haben wir Sternschnuppen gesehen... Dafür bin nachts von zu Hause ausgebüchst.
Am Samstag feierten wir den Geburtstag meiner Mutter und zu vorgerückter Stunde ließ ich mir von Max (6) das Sternenbild der großen Müslischüssel erklären. Der Sonntag war so schön, dass wir alle den ganzen Tag im Garten saßen. Abgekühlt wurde dann in Nachbars Pool und bei einer ordentlichen Wasserschlacht.
Heute hat mich der Alltag wieder in seinen Fängen. Wurde heute morgen schon geimpft, habe das sogar im Sitzen ertragen, sehr tapfer, wie ich finde. Aber jetzt tut mir der Arm schweine weh.

Freitag, Juli 13, 2007

Party




Leute, haltet euch schon mal den 25.08. frei! Denn da schmeißen wir eine fette Party! Und macht euch schon mal über euer NEW RAVE Outfit Gedanken ;)

Donnerstag, Juli 12, 2007

INLAND EMPIRE - ich bin etwas verstört





Gestern Abend war der Filmklub auf Exkursion. Ich hatte den neuesten Film von David Lynch "Inland Empire" ausgewählt. War für die restlichen Mitglieder als Einstieg in die Lynch-Welt wohl etwas zu hart. Claudi ist nach 1 1/2 Stunden gegangen und Pistole hat gemeckert. Ich bin euch wohl eine Erklärung schuldig. Ich bin sehr froh, dass ich bis zum Ende geblieben bin.



Der Film beginnt mit dem Blick auf eine Nadel in einer Plattenrille und mit einer Frau, die ein altes polnisches Lied singt: „Ein kleines Mädchen wollte spielen, doch sie ging verloren, als wäre sie nur halb geboren …“. Dann sieht man ein Paar, dessen Köpfe unkenntlich gemacht sind, während sie über Sex reden. Es folgt der Blick in einen Wohnraum, in dem sich drei Menschen mit Hasenköpfen befinden. Die drei Hasen-Menschen sitzen entweder regungslos auf einem Sofa oder bügeln. Diese Szenen sind der Kurzfilmserie Rabbits, die David Lynch 2002 auf seiner Website veröffentlichte, entnommen.
Dann sieht man die Hauptdarstellerin des Films, Nikki Grace, die in Kürze eine Affäre mit einem Schauspielkollegen beginnen wird. Nikki war vor Jahren eine renommierte Hollywood-Schauspielerin, die durch ihre Heirat mit einem polnischen Mann vermögend wurde. Das Paar wohnt in einer herrschaftlichen Villa mit Dienstpersonal. Es beginnt eine Geschichte von Dreharbeiten zu einem großen Kinofilm. Nikki Grace bekommt die Chance auf ein großes Leinwand-Comeback in dem Film On High in Blue Tomorrows. Bald darauf findet Nikki heraus, dass es sich beim dem Film offenbar um ein unautorisiertes Hollywood-Remake des deutschen Films 47 (ausgesprochen „Vier Sieben“) handelt. Dies bestätigt ihr der Regisseur und sagt, die Produzenten hätten auch ihn zunächst in Unkenntnis darüber gelassen hätten. 47 sei niemals beendet worden, da die Hauptdarsteller zu Tode gekommen seien, bevor der Film fertig gedreht war.
Auch dieses Mal werden die Dreharbeiten mit jedem Shot des Regisseurs mysteriöser; Zeit und Raum verschieben sich für Nikki. Sie trifft auf Susan „Sue“ Blue, ihr früheres Ich, die Realität verschwimmt – auch deshalb, weil Nikki und Sue den selben Ehemann namens Piotrek Krol haben. Fordern die verstorbenen Akteure des früheren Films Tribut? Permanent tauchen die drei Hasen-Menschen auf und geben allerlei rätselhafte Äußerungen von sich, während vom Band aus dem Off hierzu Lacher eingespielt werden. Immer wieder stellt Nikki entsetzt fest, dass sie sich noch in der Filmhandlung befindet, obwohl sie längst wieder in ihrer persönlichen Wirklichkeit zu sein scheint. Der Film zeigt Nikkis Weg durch etliche Flure, ihren Blick in Fenster und Räume (darunter ist auch der für Lynch-Filme typische „Pink Room“) in dem selten etwas anderes passiert, als dass Menschen voller Panik in den Augen verharren.
Nikki sieht bei ihrem Weg durch das Inland-Empire-Labyrinth junge nackte Mädchen, die ihr raten, mit einer Zigarre ein Loch in Seide zu brennen um durch das Loch in die Zukunft zu blicken, sie begegnet einem Grammophon-Phantom und später dessen Schwester, hat eine mysteriöse Nachbarin, die unangemeldet in Nikkis Wohnung steht um diese vor der Annahme der neuen Rolle zu warnen und die ihr zudem aufgibt, Parabeln zu lösen. Auf ihrem Weg enträtselt Nikki bzw. Susan die Geschichte eines von Ost-Europa ausgehenden Prostituiertenhändlerrings, der von Zirkusclowns geleitet wird, entdeckt den Zirkus („Cyrk Zalewsky“) in einer Fabrikhalle und stellt fest, dass 47 ursprünglich in Polen gedreht worden war. Ebenso ist 47 die Nummer des Hotelzimmers, in dem die früheren Morde geschahen.
Mit fortschreitender Dauer des Film spürt Nikki, dass ihre Suche nach der eigenen Identität in den einzelnen Filmwelten hintergründig eine Konfrontation mit ihren eigenen Ängsten ist. Dies ist der rote Faden des Films: weshalb hat der Mensch Angst und wovor. Nikki hält dabei nur die einzelnen Teile des Film zusammen, spielt einmal die Dame aus feiner Gesellschaft und dann wieder eine Prostituierte. Die Schlüsselszene für Nikki ist eine Passage auf dem Walk of Fame in Hollywood, in welcher ihr (oder Sue?) ein Schraubenzieher in den Leib gestochen wird. Sie verblutet hilflos zwischen Obdachlosen, bis eine Kamera sichtbar wird, die das Ganze als Filmszene entlarvt.


Schon bei der Biennale in Venedig, wo der Film Anfang September 2006 erstaufgeführt wurde, löste er unterschiedliche Reaktionen aus. Einig waren sich Kritiker wie Publikum aber über die herausragende schauspielerische Leistung von Laura Dern. Lynch selbst sagte in Venedig, dass Inland Empire schon allein wegen seiner Länge von fast drei Stunden, aber auch grundsätzlich, nicht sofort verstanden werden kann. Die unzähligen miteinander verzahnten Handlungsstränge und Handlungswechsel lassen über die 172 Minuten Dauer Raum für umfangreiche Interpretationen. Lynch selbst hat bei der Premiere seines Films erklärt, er könne nicht sagen, wovon Inland Empire handle. Dies müsse jeder Zuschauer für sich selbst herausfinden. Inland Empire sei ein Blick durch „verschwommene Scheiben des menschlichen Ichs auf dunkle Abgründe“.


Montag, Juli 02, 2007

Backstage Diaries






Die liebe Laura war da. Und wir hatten sehr viel Spaß. Wir haben so viele Seifenblasen fabriziert, dass mein Nachbar die Fenster zu machen musste. In Ehrenfeld haben wir auf einer WG-Party zu dritt eine Flasche Baileys geleert und dabei eine komplette Packung Eiswürfel verbraucht. So richtig weiß wohl keiner mehr, wer die Party geschmissen hat.

Vor dem Haus hat mir dann jemand meinen Fahrradkorb geklaut. Der war gut befestigt, deshalb gehe ich davon aus, dass der Täter über eine gute Portion kriminelle Energie verfügte. Du Blödmann! Damit transportiere ich meine Einkäufe! Aber ich habe dich bereits verflucht und dir eine gemeine Geschlechtskrankheit an den Hals gewünscht! Viel Spaß damit.

In der (neuen) Werkstatt gab's eine neue Party. Backstage Diaries. Der Plattenaufleger war sehr Elektro-Trash fixiert. Es wurde auf den Flyern auch noch Indie angekündigt, traurigerweise spielte er diesbezüglich zwei Mal das gleiche Stück von Maximo Park. Aber es hat sich gelohnt. Ein Typ sah so scharf aus, dass wir uns auf nichts anderes mehr konzentrieren konnten. Er, ganz Fashion-Victim, trug eine glänzende schwarze Leggins, darüber einen kaum erkennbaren String, Lederjacke und Sonnenbrille. Hammer.