Am Freitag wars wieder so weit. Ich musste mich mal wieder richtig austoben. Und wo kann man das wohl besser als in der Weltmetropole Trier, die zum Altstadtfest geladen hatte? Seit meiner Pubertät war ich nicht mehr da. Spontan wurde der arme Benji überfallen, ich stand mit Sixpack und Schlafsack vor der Tür. Ich glaube, er wusste gar nicht, wie ihm geschah (Sorry an dieser Stelle). Die letzten zwei Biere waren für den Weg in die Stadt und da versuchten wir dann vergeblich die liebe Laura zu treffen. Spontan ersetzten wir sie durch zwei andere Gefährten und nach einigen weiteren Getränken gings dann auf direktem Weg in die Luke, die in Trier-West liegt. Auf dem Weg wollte uns noch jemand von der Brücke in die Mosel schubsen. Hat ihm wohl nicht gefallen, dass Benji `Fräulein` zu ihm gesagt hat. Der westliche Teil der City ist die übelste Gegend der Stadt, die vor allem ab den 60ern dafür berühmt wurde, der brutalste und härteste Stadtteil zu sein, welcher auch die höchsten Kriminalitätszahlen besitzt, denn Bandenkriminalität, Car-Jacking, Drogen und solche Brückenschubsüberfälle sind hier an der Tagesordnung. Wer sich hier auf die Straße traut hat mehr Mumm als jeder Gangster der Bronx.
In der Luke haben wir dann ordentlich gerockt und einige Menschen aus einem früheren Leben getroffen. Als wir die Luke verließen, zwitscherten die Vögel und die Sonne stand schon fast im Zenit. Dann sind wir motzend nach Hause.
Geschlafen habe ich vier oder fünf Stunden und bin dann zu meinen Eltern. Dort bin ich ungefähr eine Stunde um sämtliche Familienmitglieder rumgeschlichen, bis die mich endlich ins Bett geschickt haben.
Am Mittwoch gehts nach Luxemburg zu Maximo Park und ich hoffe, dass ich bis dahin wieder zu Kräften komme.
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