Ganz genau! Und zwar in mein Inneres. Ich weiß, dass die Zeit reif ist, die Wahrheit ans Licht zu lassen.
Wir machen uns schon zum zweiten Mal in diesem Jahr auf, ein ganz bestimmtes Konzert zu besuchen. Mark Owen, Ja, der Kleine von Take That. Warum auch nicht? Robbie W. mochten wir nie. Aber Mark!
Im Sommer waren wir hin und weg. Von der Musik hatten wir uns sicherheitshalber mal gar nichts erhofft. Wir sind aus reiner Neugier hingegangen. Überraschenderweise war seine Musik richtig gut und er - bezaubernd wie eh und je. Kurzweilig verfiel ich in eine postpubertäre Schwärmerei, aber nach einigen Wochen war ich wieder ganz ich selbst - gefühlskalt und depressiv.
Jetzt steht also das zweite Konzert an, ich erfahre nur zufällig davon. Die Entscheidung ist schnell getroffen. Mein schlagendes Argument gegenüber "Müriam" (Name geändert, Person will nicht erkannt werden): "Wenn es die Möglichkeit gäbe, einmal klein Fräulein Wunder und klein "Müriam" zu treffen, wie würden wir uns selber erklären, niemals zu einem Konzert unserer Teenagerliebe gegangen zu sein, als wir die Möglichkeit hatten?" Überredet. Ich hatte früher nicht die Möglichkeit meiner tristen Heimat zu entfliehen und ein Konzert einer megaultrageilen Boygroup zu besuchen. Ich musste heulend - mit Kuschelteddy im Arm - Thomas Gottschalk gucken, um meinem Mark nahe zu sein.
Die Zeit vergeht wie im Flug und plötzlich ist der Tag da. Ich bin so müde, habe den ganzen Tag gearbeitet und muss mich jetzt innerhalb weniger Minuten stylen. Moment, Hunger! Noch schnell eine Käsestulle. Dann mache ich mich auch schon auf den Weg zu einem nicht ganz unschäbbigen Club in Köln. Um viertel nach sechs sind wir da. Aber wir haben die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Es empfängt uns eine Horde Weiber. Die sehen vielleicht komisch aus. So ähnlich wie früher die Kelly-Fans: Pickel, Nasenfahrrad mit Kassengestell, wahrscheinlich noch nie Kontakt zum anderen Geschlecht gehabt, es sei denn, Knutschen mit einem Bravo-Poster zählt dazu. Strange halt. Wir stehen da so in der Schlange und hören zwangsläufig die Unterhaltungen der Anderen mit. Man kennt sich. Das ist eine eingeschworene Gemeinde hier. Dann die Frage des Abends: "Macht ihr alle Konzerte?" Hilfe!!! "Müriam" und ich können uns kaum halten vor lachen. Wie sind die denn drauf? Später haben wir das Vergnügen mit einem der Freaks zu sprechen. Ist gar nicht so teuer wenn man sich das Auto mit vier Mann teilt und von Konzert zu Konzert fährt. Die haben doch nicht mehr alle Latten am Zaun.
Mark ist jetzt bereits zweimal an uns vorbei gegangen (schmacht! er hat uns angelächelt) und wir stellen fest, dass er doch recht klein ist. Aber er hat sich extra ein Cliff auf dem Kopf gebaut, damit wir ihn auch gut sehen können.
Wir stehen so ungefähr in der achten Reihe. Der Raum ist gefüllt - von weiblichen Aggressionen. Stutenbissigkeit wo man nur hinblickt. Einige Mädels haben ihren Freund in der Menge geparkt und ihn mit Digitalkamera ausgerüstet. Die stehen alle blöd rum und versperren uns die Sicht. Schadenfreude: Sie müssen knipsen, währen Madam vorne steht und einen anderen Typen anhimmelt. Wie übel.
Das letzte Konzert war besser - hier kriegt man fast Angst. viele sind müde, jeden Tag der Woche ein Konzert in einer anderen Stadt und dann morgen auch noch nach Hamburg.
Der Knaller ist wohl der alte TT-Hit `Could it be Magic`. Die Meute rastet aus. Ich stehe kurz vor einem Hörsturz, das abartige Weibergekreische nimmt mich ganz schön mit.
Im Bett denke ich noch kurz an den lächelnden Mark und schlafe dann glücklich ein.
Wir machen uns schon zum zweiten Mal in diesem Jahr auf, ein ganz bestimmtes Konzert zu besuchen. Mark Owen, Ja, der Kleine von Take That. Warum auch nicht? Robbie W. mochten wir nie. Aber Mark!
Im Sommer waren wir hin und weg. Von der Musik hatten wir uns sicherheitshalber mal gar nichts erhofft. Wir sind aus reiner Neugier hingegangen. Überraschenderweise war seine Musik richtig gut und er - bezaubernd wie eh und je. Kurzweilig verfiel ich in eine postpubertäre Schwärmerei, aber nach einigen Wochen war ich wieder ganz ich selbst - gefühlskalt und depressiv.
Jetzt steht also das zweite Konzert an, ich erfahre nur zufällig davon. Die Entscheidung ist schnell getroffen. Mein schlagendes Argument gegenüber "Müriam" (Name geändert, Person will nicht erkannt werden): "Wenn es die Möglichkeit gäbe, einmal klein Fräulein Wunder und klein "Müriam" zu treffen, wie würden wir uns selber erklären, niemals zu einem Konzert unserer Teenagerliebe gegangen zu sein, als wir die Möglichkeit hatten?" Überredet. Ich hatte früher nicht die Möglichkeit meiner tristen Heimat zu entfliehen und ein Konzert einer megaultrageilen Boygroup zu besuchen. Ich musste heulend - mit Kuschelteddy im Arm - Thomas Gottschalk gucken, um meinem Mark nahe zu sein.
Die Zeit vergeht wie im Flug und plötzlich ist der Tag da. Ich bin so müde, habe den ganzen Tag gearbeitet und muss mich jetzt innerhalb weniger Minuten stylen. Moment, Hunger! Noch schnell eine Käsestulle. Dann mache ich mich auch schon auf den Weg zu einem nicht ganz unschäbbigen Club in Köln. Um viertel nach sechs sind wir da. Aber wir haben die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Es empfängt uns eine Horde Weiber. Die sehen vielleicht komisch aus. So ähnlich wie früher die Kelly-Fans: Pickel, Nasenfahrrad mit Kassengestell, wahrscheinlich noch nie Kontakt zum anderen Geschlecht gehabt, es sei denn, Knutschen mit einem Bravo-Poster zählt dazu. Strange halt. Wir stehen da so in der Schlange und hören zwangsläufig die Unterhaltungen der Anderen mit. Man kennt sich. Das ist eine eingeschworene Gemeinde hier. Dann die Frage des Abends: "Macht ihr alle Konzerte?" Hilfe!!! "Müriam" und ich können uns kaum halten vor lachen. Wie sind die denn drauf? Später haben wir das Vergnügen mit einem der Freaks zu sprechen. Ist gar nicht so teuer wenn man sich das Auto mit vier Mann teilt und von Konzert zu Konzert fährt. Die haben doch nicht mehr alle Latten am Zaun.
Mark ist jetzt bereits zweimal an uns vorbei gegangen (schmacht! er hat uns angelächelt) und wir stellen fest, dass er doch recht klein ist. Aber er hat sich extra ein Cliff auf dem Kopf gebaut, damit wir ihn auch gut sehen können.
Wir stehen so ungefähr in der achten Reihe. Der Raum ist gefüllt - von weiblichen Aggressionen. Stutenbissigkeit wo man nur hinblickt. Einige Mädels haben ihren Freund in der Menge geparkt und ihn mit Digitalkamera ausgerüstet. Die stehen alle blöd rum und versperren uns die Sicht. Schadenfreude: Sie müssen knipsen, währen Madam vorne steht und einen anderen Typen anhimmelt. Wie übel.
Das letzte Konzert war besser - hier kriegt man fast Angst. viele sind müde, jeden Tag der Woche ein Konzert in einer anderen Stadt und dann morgen auch noch nach Hamburg.
Der Knaller ist wohl der alte TT-Hit `Could it be Magic`. Die Meute rastet aus. Ich stehe kurz vor einem Hörsturz, das abartige Weibergekreische nimmt mich ganz schön mit.
Im Bett denke ich noch kurz an den lächelnden Mark und schlafe dann glücklich ein.
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