Und dabei beschreibt er mich so liebevoll, dass ich es niemandem vorenthalten will.
Als Anne und ich am Morgen nach dem Verschwinden der Tasche von der Tankstelle losfuhren, um uns auf die Suche nach Nathaniel zu machen, war ich noch sehr zuversichtlich, dass wir erstens diesen Typen finden wuerden und ich zweitens meine Tasche zurueckbekommen wuerde.
Einerseits erfreute Anne und mich diese Antwort, andererseits war ich auch schon etwas enttaeuscht, weil Nathaniel ja meinte, dass er hinter Kuttabul lebte und nicht davor. Aber hatten wir ihn vielleicht falsch verstanden?
An die Post war allerdings ein Laden angeschlossen, in dem Anne und ich anfingen, einfach wieder wahllos Leute anzusprechen, ob sie Nathaniel kennen wuerden.
Eigentlich hatten wir die Hoffnung an dieser Stelle schon aufgegeben, doch da fragte Anne einen Autofahrer, der in einem Auto mit seinen zwei kleinen Kindern auf der Rueckbank vor dem Laden auf jemanden wartete, ob er den Typen kennen wuerde. Er verneinte, doch sagte ploetzlich, dass seine Frau, die im Laden war, ihn bestimmt kennen wuerde. Sie kannte jeden in der Umgebung, gab er halbstolz zu. Wir warteten bestimmt eine Viertel Stunde vor dem Laden (der Mann im Auto uebrigens bei laufendem Motor…), bis Nicole endlich herauskam.
Anne und ich konnten das kaum glauben, doch innerlich explodierten wir vor Freude.
Es vergingen unendliche Minuten in denen ich die Welt verfluchte. Schliesslich hat man nicht alle Tage solch grosses Pech auf ein Mal. Anne schien sich in einem Zustand zu befinden, den man als das Qualmen und gelegentliches Feuerspucken eines Vulkans kurz vor dessen eigentlichem Ausbruch beschreiben koennte.
Anne und ich hatten uns solche Muehe gegeben und jemanden in der Pampa Australiens ausfindig gemacht, von dem wir eigentlich nur den Vornamen wussten (!) - und dann das!
Enttaeuscht zogen wir wieder von dannen und Nicole lud uns noch zu sich nach Hause ein, was Anne und ich nicht ausschlugen. Von Nicoles Zuhause aus konnte ich alle Bankkarten sperren und etwas zu mir kommen. Das Haus war uebrigens das schlimmste, was ich je gesehen hatte. Ich nenne nur das Stichwort “RTL2-Familie” - chaotisch, dreckig, einfach eklig. Rauchen im Beisein von Kleinkindern? Kein Problem? Muelltonnen, wozu? Man kann den Muell auch einfach auf dem Boden liegen lassen!
Da Anne und mich die Umgebung aber mehr als abstiess zogen wir auch schnell wieder weiter.
Am naechsten Tag stellte Anne allerdings fest, dass sie kein Geld auf dem Konto hatte, welches ihr eigentlich von der Arbeit schon laengst haette ueberwiesen sein sollen. Nun sassen wir da - ich hatte kein Bargeld mehr, sondern nur noch welches auf dem Konto, an das ich nicht herankam und keine Kreditkarten mehr. Anne hatte nur noch ein paar Dollar in der Tasche, aber kein Geld auf dem Konto. Und eine alte deutsche Kreditkarte, von der sie nicht genau wusste, ob ihr Kreditlimit nicht schon laengst ausgereizt war. Wir hatten Angst, einfach das Auto vollzutanken und dann an der Kasse feststellen zu muessen, dass die Karte nicht funktionierte. Aus Verzweiflung wagten wir es dann irgendwann doch und hatten das schweinische Glueck, dass die Bezahlung klappte. Und nach ein paar hektischen und panischen Telefonaten mit Annes Arbeitsagentur und ihrer Chefin, hatte Anne nach zwei Tagen auch wieder Geld auf dem Konto.
uch am naechsten morgen merkte keiner etwas, vor allem nicht Anne und ich, dass wir beobachtet wurden. Als uns beim Fruehstueck unter der Heckklappe unseres Autos ploetzlich eine Frau darauf ansprach, wie wir denn unsere gratis Duschen empfunden haetten, kam uns unser Toastbrot fast hoch. Wir schauten uns um und bemerkten, dass wir wie auf dem Praesentierteller vom Campingplatz aus zu sehen waren mit unserem Auto. Dies war nachts nicht so eindeutig gewesen. Anne hatte fast schon Traenen in den Augen und erklaerte der Frau, die uebrigens die Besitzerin des Campingplatzes war, unsere traurige Situation.
Fuenfzehn Kilometer vor Byron Bay durchfuhren wir gerade eine langezogene Linkskurve auf dem Highway als ploetzlich das Auto anfing zu ruckeln. Anne sass hinterm Steuer und versuchte Gas zu geben, doch es kam nichts mehr. Das Auto ging aus. Wir fuhren an den Standstreifen und auch erneute Anlassversuche schlugen fehl. Unsere Karre war kaputt gegangen. Das hatte uns noch gefehlt.
Aus Verzweiflung fing Anne an, dem Manager unsere traurige Geschichte zu erzaehlen. Er erbarmte sich unser und ueberliess uns ein Doppelzimmer fuer laeppische sechzig Dollar fuer die Nacht, yeah! Das Pub entpuppte sich als ein australischer Uebernachtungstraum.
Am naechsten Tag gingen wir fruehstuecken, als die frohe Kunde des Geldeingangs auf Annes Konto eintraf. Wir befanden uns in einem esoterisch angehauchten Ort, mit hippie’eskem Flair und scheinbar ueberaus gluecklichen Anwohnern, gebettet in einer schoenen, entspannenden Landschaft. Als uns der Werkstattmeister anrief, um uns mitzuteilen, dass unser Auto repariert worden war, sind wir fast schon enttaeuscht gewesen, weiterfahren zu muessen.
Die ganze Story gibt's auf: http://monotom.eu.ki/
Als Anne und ich am Morgen nach dem Verschwinden der Tasche von der Tankstelle losfuhren, um uns auf die Suche nach Nathaniel zu machen, war ich noch sehr zuversichtlich, dass wir erstens diesen Typen finden wuerden und ich zweitens meine Tasche zurueckbekommen wuerde.
Einerseits erfreute Anne und mich diese Antwort, andererseits war ich auch schon etwas enttaeuscht, weil Nathaniel ja meinte, dass er hinter Kuttabul lebte und nicht davor. Aber hatten wir ihn vielleicht falsch verstanden?
An die Post war allerdings ein Laden angeschlossen, in dem Anne und ich anfingen, einfach wieder wahllos Leute anzusprechen, ob sie Nathaniel kennen wuerden.
Eigentlich hatten wir die Hoffnung an dieser Stelle schon aufgegeben, doch da fragte Anne einen Autofahrer, der in einem Auto mit seinen zwei kleinen Kindern auf der Rueckbank vor dem Laden auf jemanden wartete, ob er den Typen kennen wuerde. Er verneinte, doch sagte ploetzlich, dass seine Frau, die im Laden war, ihn bestimmt kennen wuerde. Sie kannte jeden in der Umgebung, gab er halbstolz zu. Wir warteten bestimmt eine Viertel Stunde vor dem Laden (der Mann im Auto uebrigens bei laufendem Motor…), bis Nicole endlich herauskam.
Anne und ich konnten das kaum glauben, doch innerlich explodierten wir vor Freude.
Es vergingen unendliche Minuten in denen ich die Welt verfluchte. Schliesslich hat man nicht alle Tage solch grosses Pech auf ein Mal. Anne schien sich in einem Zustand zu befinden, den man als das Qualmen und gelegentliches Feuerspucken eines Vulkans kurz vor dessen eigentlichem Ausbruch beschreiben koennte.
Anne und ich hatten uns solche Muehe gegeben und jemanden in der Pampa Australiens ausfindig gemacht, von dem wir eigentlich nur den Vornamen wussten (!) - und dann das!
Enttaeuscht zogen wir wieder von dannen und Nicole lud uns noch zu sich nach Hause ein, was Anne und ich nicht ausschlugen. Von Nicoles Zuhause aus konnte ich alle Bankkarten sperren und etwas zu mir kommen. Das Haus war uebrigens das schlimmste, was ich je gesehen hatte. Ich nenne nur das Stichwort “RTL2-Familie” - chaotisch, dreckig, einfach eklig. Rauchen im Beisein von Kleinkindern? Kein Problem? Muelltonnen, wozu? Man kann den Muell auch einfach auf dem Boden liegen lassen!
Da Anne und mich die Umgebung aber mehr als abstiess zogen wir auch schnell wieder weiter.
Am naechsten Tag stellte Anne allerdings fest, dass sie kein Geld auf dem Konto hatte, welches ihr eigentlich von der Arbeit schon laengst haette ueberwiesen sein sollen. Nun sassen wir da - ich hatte kein Bargeld mehr, sondern nur noch welches auf dem Konto, an das ich nicht herankam und keine Kreditkarten mehr. Anne hatte nur noch ein paar Dollar in der Tasche, aber kein Geld auf dem Konto. Und eine alte deutsche Kreditkarte, von der sie nicht genau wusste, ob ihr Kreditlimit nicht schon laengst ausgereizt war. Wir hatten Angst, einfach das Auto vollzutanken und dann an der Kasse feststellen zu muessen, dass die Karte nicht funktionierte. Aus Verzweiflung wagten wir es dann irgendwann doch und hatten das schweinische Glueck, dass die Bezahlung klappte. Und nach ein paar hektischen und panischen Telefonaten mit Annes Arbeitsagentur und ihrer Chefin, hatte Anne nach zwei Tagen auch wieder Geld auf dem Konto.
uch am naechsten morgen merkte keiner etwas, vor allem nicht Anne und ich, dass wir beobachtet wurden. Als uns beim Fruehstueck unter der Heckklappe unseres Autos ploetzlich eine Frau darauf ansprach, wie wir denn unsere gratis Duschen empfunden haetten, kam uns unser Toastbrot fast hoch. Wir schauten uns um und bemerkten, dass wir wie auf dem Praesentierteller vom Campingplatz aus zu sehen waren mit unserem Auto. Dies war nachts nicht so eindeutig gewesen. Anne hatte fast schon Traenen in den Augen und erklaerte der Frau, die uebrigens die Besitzerin des Campingplatzes war, unsere traurige Situation.
Fuenfzehn Kilometer vor Byron Bay durchfuhren wir gerade eine langezogene Linkskurve auf dem Highway als ploetzlich das Auto anfing zu ruckeln. Anne sass hinterm Steuer und versuchte Gas zu geben, doch es kam nichts mehr. Das Auto ging aus. Wir fuhren an den Standstreifen und auch erneute Anlassversuche schlugen fehl. Unsere Karre war kaputt gegangen. Das hatte uns noch gefehlt.
Aus Verzweiflung fing Anne an, dem Manager unsere traurige Geschichte zu erzaehlen. Er erbarmte sich unser und ueberliess uns ein Doppelzimmer fuer laeppische sechzig Dollar fuer die Nacht, yeah! Das Pub entpuppte sich als ein australischer Uebernachtungstraum.
Am naechsten Tag gingen wir fruehstuecken, als die frohe Kunde des Geldeingangs auf Annes Konto eintraf. Wir befanden uns in einem esoterisch angehauchten Ort, mit hippie’eskem Flair und scheinbar ueberaus gluecklichen Anwohnern, gebettet in einer schoenen, entspannenden Landschaft. Als uns der Werkstattmeister anrief, um uns mitzuteilen, dass unser Auto repariert worden war, sind wir fast schon enttaeuscht gewesen, weiterfahren zu muessen.
Die ganze Story gibt's auf: http://monotom.eu.ki/
